Pressemitteilung: “Jonas Hoffmann für Digitalisierungsoffensive”

Schulen in Trägerschaft des Kreises – Jonas Hoffmann für Digitalisierungsoffensive

Für die SPD-Kreistagsfraktion reichte Jonas Hoffmann, Kreisrat und SPD-Landtagskandidat, einen Antrag für eine Digitalisierungsoffensive der Schulen in Trägerschaft des Landkreises ein. „Die Digitalisierung an den Schulen wurde in den letzten fünf Jahren massiv verschlafen. Nun gilt es die Schnellschüsse aus Stuttgart auf der Kreisebene einzufangen und eine effektive Beschaffung und vor allem Wartung von Geräten und Software sicherzustellen!“

Prüfung des digitalen Unterrichts

Konkret fordert Hoffmann einen Sachstandsbericht der aktuellen Situation des Digitalen Unterrichts. Damit soll geprüft werden, welche Sofortmaßnahmen auf Kreisebene getroffen werden müssen, um für alle Schülerinnen und Schüler einen digitalen Unterricht zu ermöglichen bzw. zu sichern.

IT-Administration der Schulen

Darüber hinaus beantragt Hoffmann, dass auf Kreisebene umgehend eine Konferenz “Digitale Bildung” einberufen wird. Darin sollen sich die IT-Verantwortlichen aller Schulen in Trägerschaft des Kreises, die IT-Sprecher der Fraktionen sowie die Landrätin und die IT-Verantwortlichen des Kreises über den Bedarf und Handlungsfelder austauschen und gemeinsame Standards festlegen.

Eine weitere zentrale Forderung von Hoffmann ist die Organisation einer schulübergreifend arbeitenden IT-Administration der Schulen. Hier sei, so Hoffmann, auch zu prüfen, ob dabei eine Kooperation von Schulen in Trägerschaft des Kreises mit Schulen in Trägerschaft der jeweiligen Städte und Gemeinden am gleichen Schulstandort möglich und zielführend ist.

In der Wirtschaft gelte, so der SPD-Digitaliserungsexperte, als Richtschnur eine Vollzeit IT-Kraft pro 50-100 IT-Geräte. IT-Kräfte in Schulen sind aber bisher nicht vorgesehen und müssten von den Kommunen finanziert werden. „Die Kultusministerin verlangt nun von Lehrkräften, dass dies ohne Ausbildung und Richtlinien, neben ihrem eigentlichen Job erledigen sollen. Dies ist ein untragbarer Zustand und hat nichts mit einer professionellen Digitalisierungsstrategie zu tun“, hält Hoffmann fest.

Überprüfung von Smartboards und Alternativen

In den letzten Jahren wurden zunehmend sehr hochpreisige „Smartboards“ für die Schulen beschafft. Zugleich hätten aber, so der SPD-Kreisrat, Rückmeldungen von Lehrkräften ergeben, dass „Smartboards“ nicht zwingend zu einer Verbesserung des Unterrichts führen. „Viele Lehrkräfte bauen sie nicht in ihren Unterricht ein und nutzen sie, wenn überhaupt, nur als gewöhnliche Bildschirme.“ Deswegen soll überprüft werden, ob und in welchen Klassenräumen der Einsatz von Smartboards zielführend ist und welche effektiven Erfahrungen und Nutzungen mit ihnen einhergehen.

Auch soll geprüft werden, ob unter finanziellen und unterrichtsorganisatorischen Aspekten alternativ zu Smartboards nicht Großbildschirme/ Beamer, kombiniert mit der Möglichkeit zum Anschluss von Laptops sowie Dokumentenkamera oder die Integration von iPads der Lehrkräfte, eingesetzt werden können.

„Hier ließe sich für ca. 5-15% der Kosten eines Smartboards stattdessen eine Kombination aus Bildschirm oder Beamer und Dokumentenkamera oder Vorrichtung für z.B. Tablets der Lehrkräfte beschaffen. Diese Kombination ist hochflexibel und nach Rückmeldungen von Lehrern viel alltagstauglicher“, so Hoffmann. Auch wäre eine Wiederbeschaffung bei defekt oder Beschädigung deutlich einfacher zu gestalten. „Es gibt Unternehmen auf dem Markt, die versuchen „Smartboards“ aufgrund hoher Gewinnmargen in die Schulen zu drücken. Leider wird das dann häufig auch noch mangels Sachkenntnis von Politikern (Siehe Christof Nitz PM vom Dezember) unterstützt. So werden wichtige Mittel, die für die Digitalisierung der Schulen benötigt werden, nicht optimal investiert“.

Berichte der Presse hierzu:

https://www.badische-zeitung.de/kreisschulen-schneller-digital-ausbauen–199970089.html

Hier geht’s zu unseren Forderungen. Bildung stellt eines unsere wichtigsten Themen dar, die wir unter unsere Forderungen zu Chancen für unsere Kinder fassen.

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