Statement zum Mitgliedervotum der SPD

Meine Antworten zur Frage der Koalition

Wie bewerten Sie das Ergebnis?
Die Mitglieder haben sich deutlich für den Eintritt in die Koalition mit der Union entschieden und haben sich somit auch entschieden, Verantwortung zu übernehmen. Mit allen Konsequenzen, Chancen und Risiken. Aber Bauchschmerzen hatten, denke ich, sehr viele mit dieser Entscheidung, egal, ob sie mit JA oder NEIN gestimmt haben.

Wie groß ist die Enttäuschung (der SPD-Kreisvorstand war meines Wissens gegen die GroKo)?
Auch bei uns im Kreisvorstand wurde sehr kontrovers diskutiert. Bei uns waren die kritischen Stimmen in der Überzahl. Wichtig ist jetzt, dass die neue Regierung bald steht und wir weiter für mehr soziale Gerechtigkeit kämpfen. Vor allem müssen wir um bessere Chancen für junge Menschen, für den Zusammenhalten in der Gesellschaft und für die gerechte Verteilung des Reichtums kämpfen.

Hat Sie die Deutlichkeit von 66 Prozent JA überrascht?
Ich hätte mit einem etwas knapperen Ergebnis gerechnet.

Was bedeutet der Ausgang für die Partei bzw. für Deutschland?
Zusammenraufen, Aufstehen, Erneuern und weiter für bessere Chancen für junge Menschen, für den Zusammenhalten in der Gesellschaft und für die gerechte Verteilung des Reichtums kämpfen.

Wie werden jene, die mit NEIN gestimmt haben, mit dem Ergebnis umgehen?
Die Enttäuschung wird bei vielen groß sein. Aber auch von den größten Gegnern der Koalition hier bei uns, ist der Kanon ganz klar: Dabei bleiben, weiterkämpfen und die SPD erneuern. Den „Drive“, der die letzten Wochen beherrscht hat, müssen wir mitnehmen.

Wie bewerten Sie als Jugendbeauftragter das Ergebnis im Hinblick auf die Zukunft der Partei?
Ich habe mich in den letzten Wochen über die junge Generation sehr gefreut. Sie hat leidenschaftlich, fundiert, kreativ, witzig und respektvoll diskutiert und gekämpft. Das ist die Zukunft. So geht Politik. Das braucht Deutschland. Hinterzimmer und Gemauschel sind out.

Die Jusos, also die Jungen, waren ja klar gegen die GroKo. Haben sich „die Alten“ durchgesetzt?
Es hat sich die Mehrheit durchgesetzt. Ich mag kein Auseinanderdividieren. Die Diskussionslinien liefen zwischen allen Schichten und Generationen. Und gerade in der jetzigen Situation können wir uns unnötige Generationskonflikte nicht leisten, sondern müssen mit allen Generationen zusammenarbeiten. Das wissen auch die Menschen in der SPD über alle Generation hinweg.
Gerade die Generation Y (ca. zwischen 20 und Mitte 30) und die sogenannten „Babyboomer“ (ca. zwischen 60 und Mitte 70) sind das Rückgrat der SPD hier bei uns im Kreis und wir arbeiten mehr als nur gut zusammen und wissen und schätzen, was wir aneinander haben.

http://www.badische-zeitung.de/loerrach/reaktion-aus-dem-kreis-loerrach-auf-spd-mitgliedervotum

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