Am Wochenende hielt die SPD Baden-Württemberg ihren Parteitag in Heidenheim
an der Brenz ab. Die Lörracher Delegation brachte sich mit Anträgen zur
Vermögenssteuer und mehr Transparenz bei Finanzgeschäften auch inhaltlich ein.
Beide Anträge wurden mit großer Mehrheit beschlossen.

Der SPD-Kreisvorsitzende Paul Waßmer und Jonas Hoffmann, Kreisrat und Mitglied im
Landesvorstand der SPD, freuen sich über den Beschluss des Parteitags zum Antrag
“Gutes Vermögenssteuergesetzt” aus Lörrach.
10 Prozent der Bevölkerung besäßen mehr als die Hälfte des Vermögens. Die “untere”
Hälfte der Bevölkerung zusammen weniger als 2 % des Vermögens. „Darum ist es umso
wichtiger, dass wir als SPD wieder die Verteilungsfrage stellen“ so Paul Waßmer.
Nun fordert die SPD Baden-Württemberg, dass Vermögen über 2 Millionen Euro mit einem
Prozent zu besteuern ist. Ab 50 Millionen 3% und ab 500 Millionen von 5%.
Als besonders wichtig betonte Paul Waßmer die Forderung nach der sofortigen Einführung
einer vorübergehenden 0%-Vermögenssteuer: „Momentan wissen wir nicht einmal, wie
viel Vermögen in Deutschland tatsächlich vorhanden ist. Mit diesem Instrument kann das
endlich erfasst und der Kampf gegen Steuerhinterziehung effektiv geführt werden“.

Jonas Hoffmann, Initiator der beiden Anträge zeigt sich sichtlich erfreut über den Erfolg in
Heidenheim. „Wir wollen mehr Transparenz bei Finanz- und Immobilengeschäften
herstellen. Gerade Kleinanleger wird gern das Finanzprodukt mit der höchsten Prämie
verkauft und nicht das was ideal passt. Damit muss Schluss sein.“ erläutert Jonas
Hoffmann den gefassten Beschluss des Parteitags. Die SPD Baden-Württemberg fordert
darum, dass Makler bei Finanz- oder Immobiliengeschäften künftig ihre Provisionen im
Angebot und im Vertrag offenlegen müssen.